Symptome

schnupfen

MAGEN-DARM-TRAKT MUND-RACHENRAUM-KOPF HAUT SONSTIGE BESCHWERDEN

Juckende Augen und eine ständig „laufende“ Nase nur im Frühling?
Kribbelnde Lippen und pelziger Gaumen nach einem Apfel?
Juckreiz und Hautausschlag nach dem Besuch der Nachbarskatze?

All diese Symptome können auf eine mögliche Allergie hindeuten.

Hinsichtlich Erscheinungsform und Schweregrad variieren die Symptome bei jedem Betroffenen – die Symptomatik ist ungemein vielschichtig.
Die Anzeichen einer allergischen Reaktion sind denen einer pseudoallergischen Reaktion (Allergieähnliche Unverträglichkeitsreaktion ohne Nachweis einer spezifischen Sensibilisierung) teilweise identisch, was die Diagnose einer Allergie erheblich erschwert.

Grundlegend kann eine Allergie aber zu lokalen (örtlichen) als auch allgemeinen Beschwerden führen. Diese allgemeinen Symptome betreffen den gesamten Körper, speziell aber das Herz-Kreislauf-System. In besonders schweren Fällen kann dies zum anaphylaktischen Schock führen, der meist mehrere Organsysteme gleichzeitig betrifft. Das Mitführen eines Notfalls-Sets ist in diesem Fall erforderlich.

 

Mögliche Symptome einer Allergie haben wir in nachfolgender Grafik für Sie abgebildet:

moegliche_symptomeQuelle: vgl.: eigene Darstellung

Je nachdem, wie die allergieauslösenden Substanzen in den Organismus gelangen, verursachen sie die unterschiedlichsten Beschwerden bei den Betroffen. Dabei ist nicht gesagt, dass sich die Anzeichen nur auf einen Bereich des Körpers betrifft. Vielfach spielt „der Körper verrückt“ und die Beschwerden treten an mehreren Stellen gleichzeitig auf.

 

MAGEN – DARM – TRAKT

Der Magen – Darm – Trakt stellt ein wichtiges Resorptionsorgan des menschlichen Organismus dar.
Alltägliche Redewendungen wie, „Auf den Magen geschlagen“, „Ein gutes Bauchgefühl haben“ sowie „Liebe geht durch den Magen“, belegen diese Funktion.

Diese bedeutungsvolle Aufgabe kann der Verdauungstrakt allerdings nur dann wahrnehmen, wenn ein funktionsfähiges Immunsystem das Eindringen vom Fremdsubstanzen verhindert.
Ist das Immunsystem aber angegriffen, hat der Magen – Darm – Trakt einiges an Arbeit, um „Eindringlinge“ abzuwehren. Die Magenschleimhaut stellt eine innere Schutzbarriere dafür dar.
Schafft er dies nicht, so sind Magenschmerzen, Erbrechen, Übelkeit, Durchfall und Blähungen uvm. die Antwort unseres Verdauungstraktes.

Nahrungsmittelallergien spielen sich vielfach im Magen – Darm – Trakt ab, da die Nahrung hier in ihre Bestandteile zerlegt wird.

 

 

 

MUND / RACHENRAUM / KOPF

Allergene, die über die Luft übertragen werden, sogenannte Inhalationsallergene, treffen zu Beginn auf unsere Atemwege. Die Folge ist ein allergischer Schnupfen (Rhinitis) mit einer „laufenden Nase“ und einem unwiderstehlichen Niesreiz sowie tränende, juckende Augen.

Während der akuten Pollenflugsaison ist es typisch, dass sich die allergische Rhinitis tagsüber verschlechtert. Längere Regenfälle können den Betroffenen Linderung verschaffen.
In einigen akuten Fällen können zu den typischen „Heuschnupfen – Symptomen“ auch noch Kopfschmerzen, Fieber, Mattheit und ein allgemeines Krankheitsgefühl hinzukommen.

Kreuzallergene Reaktionen können sich sofort durch eine überschießende Immunreaktion im Mund- und Rachenbereich entladen (orales Allergiesyndrom). Rötungen Schwellungen und Juckreiz der Mundschleimhaut sind die Folge.

Eine allergische Rhinitis auf Tierallergene kann sich verschlimmern wenn es zu einem direkten Kontakt mit dem Tier kommt. In vielen Fällen kann bereits die Inhalation von allergenhaltigem Staub schon ausreichen, um den Betroffenen mit allergischen Beschwerden zu quälen.

 


HAUT

Juckreiz „zum aus der Haut fahren“, Rötungen oder Hautausschläge „die unter die Haut gehen“ – Betroffene einer Kontaktallergie oder von Neurodermitis wissen, wie sich diese sprichwörtlichen Redewendungen auf der Haut anfühlen.

Die Haut ist mit nahezu 10kg Gewicht das größte Körperorgan und trennt als Hülle des menschlichen Körpers das „Außen“ vom „Innen“. Dadurch stellt sie die größte Schutzbarriere des Organismus dar, sich vor Umwelteinflüssen zu schützen.

Und auch die Haut kann auf Allergene antworten. Ausschläge, Quaddeln, Ödeme, Juckreiz und Rötungen können entweder durch direkten Kontakt entstehen oder sind das Resultat von allergieauslösenden Substanzen, die beispielsweise mit der Nahrung aufgenommen wurden.

Bei der Kontaktallergie handelt es sich um eine Typ IV – Reaktion, sprich einer Spät – Typ – Reaktion. Kommt die Haut direkt mit einem Allergen in Kontakt, rötet sie sich, juckt, nässt, bildet Blasen, die bald darauf aufplatzen und sich im Nachhinein zu rötlichen Krusten zusammenziehen.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn das Allergen über lange Zeit auf der Haut einwirkt, da das Kontaktekzem chronisch werden kann.

Häufige Auslöser sind Nickel, Textilfarben, Latex sowie Duft- und Konservierungsstoffe.
Neurodermitis oder das atopische Ekzem sind die sichtbaren Folgen einer Überreaktion des Immunsystems auf verschiedenste Reize. Diese Erkrankung verläuft schubweise und kann aufgrund der genetischen Veranlagung bis jetzt noch nicht geheilt werden.
Bei vielen Patienten liegt wohl eine Veränderung des Filaggrin-Gens vor, wodurch eine schützende Hautbarriere nicht richtig aufgebaut werden kann.
Bei Kleinkindern treten die Ekzeme meist an Kopf, Gesicht und den Außenseiten der Extremitäten auf. Ältere plagen die entzündeten Hautstellen vor allem im Gesicht sowie in Arm- und Beinbeugen.


SONSTIGE BESCHWERDEN

Diese möglichen Anzeichen einer Allergie gehören den allgemeinen Symptomen an.
Fühlen Sie sich matt und müde oder liegen die ganze Nacht wach? Plagen Sie Gelenkschmerzen oder Schwindelattacken?
Auch diese eher allgemeinen Beschwerden können auf eine Allergie hindeuten.

Der plötzliche Blutdruckabfall aufgrund von Allergenen kann besonders schwerwiegende Folgen haben, da dieser zu einer anfallsweisen Atemnot und zum Kreislaufzusammenbruch führen kann. In diesem Fall sprechen wir wieder von einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock.
Das Mitführen eines Notfallsets ist daher unausweichlich.

Hilfreiche Tipps, wie Sie mit Ihrer Allergie umgehen können, finden Sie hier.