Symptome einer Nahrungsmittelallergie

Symptome einer Nahrungsmittelallergie

Haut, Magen-Darm-Bereich und Atemwege: Nahrungsmittelallergien sind vielgestaltig

Viele Nahrungsmittel können Allergien auslösen – die häufigsten Auslöser sind Erdnüsse, Kuhmilch und Hühnerei. Jedes Immunsystem reagiert unterschiedlich auf die Allergene und die Symptome von Lebensmittelallergien variieren entsprechend stark.

Viele Menschen mit Lebensmittelallergie reagieren vor allem mit sichtbaren Beschwerden. Die Haut hat Rötungen und juckt. Ausschlag, Quaddeln und Schwellungen (Ödeme), besonders an den Lippen, können sich breitmachen. Die allergische Reaktion setzt sich oft fort in Mundbereich und Rachen mit Juckreiz oder pelzigem Gefühl. Im Magen-Darm-Trakt ist eine ganze Bandbreite an Symptomen möglich: von Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Ein Teil der Allergiker reagiert im Bereich der Atemwege mit Anzeichen wie Husten, Atemproblemen und sogar Atemnot. Allgemeine Müdigkeit, Mattheit oder Kopfschmerzen sind ebenfalls keine Seltenheit.

Welche Symptome treten bei Lebensmittelallergien am häufigsten auf?

Allergische Reaktionen fallen von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus. In einer Umfrage mit 2.000 befragten Personen gaben Betroffene von Nahrungsmittelallergien am häufigsten folgende Symptome an:

Magen-Darm-Beschwerden

Magen-Darm-Beschwerden

54%
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Verstopfungen
Magen-Darm-Beschwerden

Beschwerden der Haut

39%
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Quaddeln
  • Rötungen
  • Nesselsucht
Beschwerden im Mund-Rachen-Bereich

Beschwerden im Mund-Rachen-Bereich

36%
  • Juckreiz der Mundschleimhaut
  • Schwellung der Zunge und Gaumens
  • Heiserkeit
  • Schluckbeschwerden
Atemwegsbeschwerden

Atemwegsbeschwerden

23%
  • verstopfte Nase
  • Husten
  • Atemprobleme bis zur Atemnot
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Symptomen von Nahrungsmittelallergien einfach vorbeugen

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Manchmal ist bei Nahrungsmittelallergien Detektivarbeit gefragt

Zahlreiche der Beschwerden kennen Sie mit Sicherheit von anderen Krankheiten. Die Zuordnung zu einer Nahrungsmittelallergie oder Nahrungsmittelunverträglichkeit ist oft nicht leicht. Gerade bei milden Symptomen bleibt ein Zusammenhang zur Ernährung manchmal lange im Verborgenen. Hier kann es helfen, ein Symptomtagebuch zu führen. Darin werden alle eingenommenen Nahrungsmittel und die Beschwerden genau notiert. Die Dokumentation der Nahrungsmittel und Beschwerden in einem Symptomtagebuch ist auch hilfreich für weiterführende Gespräche mit Ihrem Allergologen oder in der Apotheke. So können Sie einer potenziellen Allergie schneller auf die Schliche kommen und die Diagnose ist leichter.  

 

Symptomtagebuch führen

Als erster Schritt der Diagnostik werden in einem Symptomtagebuch über mehrere Wochen die verzehrten Lebensmittel und eventuelle Beschwerden dokumentiert. 

Erdnüsse sind nicht immer Peanuts

Die Stärke der Allergieanzeichen kann sehr unterschiedlich sein und fällt bei jedem anders aus. Leichte Symptome finden sich ebenso wie mittelschwere. Manchmal reagiert der Kreislauf aber mit Blutdruckabfall, der in seltenen Fällen bis zum lebensbedrohlichen Schock (Anaphylaxie) mit Kreislaufstillstand durchlaufen kann. Dann ist ein schnelles Handeln mit den entsprechenden Notfallmedikamenten gefragt.

Gleich sofort oder erst später – verschiedene Allergie-Typen

Insbesondere bei Kindern, aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen, ist die allergische Reaktion vom Soforttyp (Typ I) verbreitet. Die Reaktion erfolgt hier in der Regel innerhalb der ersten 2 Stunden. Beispiel für einen heftigen Verlauf: Beim Füttern mit dem ersten Milch-Getreidebrei schwellen bei einem Kleinkind die Augen an. Anschließend wirken auch die Lippen verdickt. Wenig später juckt der ganze Körper. Es kommt Husten hinzu und der Atem wird schwer. Hier ist keine Zeit zu verlieren und die Behandlung durch den Notarzt einzuleiten. 

Bei einer Reaktion vom Spättyp (Typ IV) beginnen die Anzeichen verzögert, manchmal erst bis zu 72 Stunden nach der Aufnahme des Allergens. Ein Beispiel für eine Spättyp-Reaktion ist das Arzneimittel-Exanthem. Dabei kommt es zu einem Hautausschlag nach Medikamenten-Einnahme.

Als Faustregel gilt: Je langsamer sich die Beschwerden bemerkbar machen, um so ungefährlicher ist die Situation.

Was sind die Symptome einer Pollen-assoziierten Kreuzallergie?

Bei älteren Kindern und Erwachsenen treten Lebensmittelallergien in den Vordergrund, die indirekt mit Pollen verbunden sind. Manche Pollen-Allergene ähneln in ihrer Struktur bestimmten Eiweißen aus Obst und Gemüse. Diese sogenannten Kreuzallergien sind zum Beispiel bekannt bei Birkenpollen. Sie lösen oft plötzlich eine Lebensmittelallergie gegen Kern- und Steinobst aus.

Die Symptome von Kreuzallergien ähneln den Beschwerden einer Nahrungsmittelallergie. Die meisten Betroffenen reagieren mit Juckreiz und Schwellungen der Mundschleimhaut, Magen-Darm-Beschwerden, Hautausschlag oder Atemproblemen.

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Wie entsteht eine Nahrungsmittelallergie?

Wie entsteht eine Nahrungsmittelallergie?Eine Lebensmittelallergie ist eine allergische Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Eiweiße in der Nahrung. Bei Kontakt mit dem Allergen binden Antikörper an das körperfremde Eiweiß und aktivieren dadurch die Mastzellen. Botenstoffe wie Histamin werden ausgeschüttet und es kommt zu einer allergischen Reaktion.

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Wie wird eine Nahrungsmittelallergie diagnostiziert?
Wie wird eine Nahrungsmittelallergie diagnostiziert?Ihre Vermutung einer Lebensmittelallergie besprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die Erfahrung der Mediziner erlaubt es zu entscheiden, ob die Anzeichen tatsächlich für eine Lebensmittelallergie sprechen und weiter abgeklärt werden sollten. Das Führen eines Symptomtagebuchs hilft, Zusammenhänge zwischen Symptomen und verzehrten Lebensmitteln zu erkennen. In der weiteren Diagnostik wird häufig ein Hauttest, der sogenannte Prick-Test, oder ein Antikörper-Test durchgeführt.

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Das hilft bei Nahrungsmittelallergien
Das hilft bei NahrungsmittelallergienIn erster Linie heißt es: die auslösenden Lebensmittel meiden! Das ist mit einiger Konsequenz oft möglich. Eine professionelle Ernährungsberatung kann hier unterstützen. Bei leichten Allergiebeschwerden kann die vorbeugende Einnahme von Natriumcromoglicat (z. B. in Pentatop®) vor dem Essen helfen. Akute allergische Reaktionen, z.B. Hautausschläge, können mit einem Antihistaminikum behandelt werden. Für schwere Allergien sollte immer ein Notfallset mitgeführt werden.

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Nahrungsmittelallergien im Urlaub
Nahrungsmittelallergien im UrlaubBesonders auf Urlaubsreisen kann es für Nahrungsmittelallergiker schwierig werden, allergene Lebensmittel zu vermeiden. Zum einen möchten viele Allergiker im Urlaub nicht auf Genuss verzichten. Zum anderen stehen im Urlaub häufig Restaurantbesuche auf der Tagesordnung – in fremden Ländern sind Allergene auf Speisekarten jedoch oft nicht gut ausgewiesen oder aufgrund sprachlicher Barrieren nicht zu erkennen.

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