Über Allergie

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AUSLÖSER SYMPTOME DIAGNOSE BEHANDLUNG TIPPS FÜR ALLERGIKER

Der Begriff Allergie ist heutzutage in aller Munde…

Doch was ist eine Allergie überhaupt?

Kurz gesagt, eine Allergie ist eine verstärkte Abwehrreaktion des Körpers auf bestimmte Substanzen (Allergene).

Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Fremdreaktion“. Geprägt wurde er 1906 von dem österreichischen Kinderarzt Freiherr Clemens von Pirquet.

Allergien betreffen einen immer größer werdenden Anteil der Bevölkerung in Deutschland und werden daher auch zuweilen als Epidemie des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Jeder dritte Deutsche ist mittlerweile von einer Allergie betroffen.

Folgende Grafik veranschaulicht die Allergiehäufigkeit in Deutschland

allergiehaeufigkeit

 

Quelle: vgl.: Spindler, T. und Liekfeld, H. (2011), Allergien


Der Körper kann auf Allergene in der Umwelt (Blütenpollen, Tierhaare, Nahrung, Schimmelpilze) oder aber auch auf künstliche Stoffe (Kosmetika, Arzneimittel, Farben, Textilien) allergisch reagieren. Genauere Informationen finden Sie unter den Allergie – Auslösern.

Doch was passiert genau bei einer Allergie im Körper?

Bei einem ersten Kontakt des Organismus mit einem speziellen Allergen produzieren die B-Zellen des Lymphsystems IgE-Antikörper, die sich wiederum an die Mastzellen kleben. Antikörper sind Eiweißkörper im Blut, die eine typische Ypsilon-Form aufweisen und genau auf das spezifische Antigen abgestimmt sind. Je zwei dieser Antikörper können ein Allergen neutralisieren (Antigen-Antikörper-Reaktion). Dieser Schritt wird auch als Sensibilisierung bezeichnet.

 

Eine allergische Reaktion tritt dann erst nach dem nächsten Kontakt mit demselben Allergen auf. Die Mastzellen des Organismus sind nun mit bis zu 100.000 IgE-Antikörpern bestückt und kleben das betreffende Allergen durch Rezeptoren (Bindungsstellen) an sich. Infolgedessen kommt es zu einer übermäßigen Freisetzung des Botenstoffes Histamin aus den Mastzellen und daraus zu allergischen Reaktionen. Je nachdem an welcher Stelle sich diese Freisetzung abspielt kommt es zu den typischen allergischen Symptomen wie Juckreiz, Niesreiz, tränende Augen, Magen-Darm-Beschwerden, Hautreaktionen etc.

Folgende Grafik veranschaulicht Ihnen nochmals, wie eine allergische Reaktion im Körper abläuft.

sofortreaktion
Quelle: vgl.: Spindler, T. und Liekfeld, H. (2011), Allergien


Besonders schwerwiegend und gefährlich können allergische Reaktionen sein, die die Bronchien oder den Kreislauf betreffen. Eine anfallsweise Atemnot oder ein Kreislaufzusammenbruch können die Folge sein. In diesem Fall sprechen wir von einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock.

Je nach Art, Zeit und Zeitdauer der Symptome können vier verschieden Allergietypen unterschieden werden
Typ Wirkung               Krankheitsbilder Zeitlicher Ablauf zum Auftreten erster Symptome
Typ I – Reaktion IgE – vermittelt
führt zu Degranulation von Mastzellen mit Freisetzung von z.B. Histamin
  • Anaphylaktischer Schock
  • allergisch bedingte Urticaria
  • allergische Rhino-Konjugtivitis (Heuschnupfen)
  • allergisches Asthma bronchiale
  • Nahrungsmittelallergie
Sekunden bis wenige Minuten
Typ II – Reaktion IgG – vermittelt
humoral durch Antikörper vermittelte zytotoxische Reaktion
  • Erythrozyten-hämolytische Anämie
  • Granulozyten – Agranulozytose
  • Thrombozyten – Thrombozytopenische Purpura
6 – 12 Stunden
Typ III – Reaktion IgG vermittelt
allergische Immunkomplex-Reaktion vom Arthus-Typ oder Serumkrankheits-Typ, die durch Antikörper (IgG, IgA, IgM) vermittelt wird
  • Endokartitis / Glomerulonephritis
  • Alveolitis
2 – 8 Stunden
Typ IV – Reaktion IT-Lymphozyten vermittelt
Spät – Typ – Reaktion
Allergie, die zellulär durch sensibilisierte T-Lymphozyten vermittelt wird
  • Allergische Kontaktdermatitis
  • Arzneisubstanzen
  • Duft- und Konservierungsstoffe
24 – 72 Stunden
Quelle: vgl.: Spindler, T. und Liekfeld, H. (2011), Allergien

 

Volkskrankheit Allergie?

Allergien stellen mittlerweile eines der große gesundheitlichen Probleme der modernen Gesellschaft dar.
Zwischen 1920 und 1980 haben allergische Sensibilisierungen um circa 5% pro Geburtsjahrzehnt zugenommen – junge Erwachsene sind heutzutage zu 45% sensibilisiert!

Das weitreichende Problem daran ist, dass die Altersgruppe, die jetzt zu 45% sensibilisiert ist, nun immer älter werden und die Älteren, die weniger sensibilisiert sind, sterben. Die Prävalenz von Allergien wird demzufolge noch weiter steigen.
Aber warum ist das nun so?
Darauf versuchen Wissenschaftler schon seit langem eine Antwort zu finden.
Zum einen spielt die angeborene und erbliche Veranlagung eine große Rolle.

Folgende Tabelle veranschaulicht die allergische Prädisposition für Neugeborene

Wahrscheinlichkeit eine Allergie zu entwickeln (%)
Weder Eltern noch Geschwister sind allergisch 5 – 15
Ein Geschwisterteil ist allergisch 25 – 35
Bei einem Elternteil ist eine Allergie bekannt 40
Beide Eltern sind Allergiker 40 – 60
Beide Eltern leiden an derselben Allergie 70
Quelle: vgl.: Ärztezeitung (1995), Allergikernachwuchs fällt nicht weit vom Stamm

 

Ebenso können Umwelteinflüsse eine entscheidende Platz einnehmen. Da Allergien vermehrt in den Industrieländern anzutreffen sind zählen diese mittlerweile zu den Zivilisationskrankheiten.
Im Prinzip kann jeder Stoff unserer Umwelt zum Auslöser einer Allergie werden. Warum nun einige Menschen betroffen sind und unterschiedlich heftig darauf reagieren und wiederum Andere gar nichts bemerken, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.


Nach Schätzungen der amerikanischen „Environmental Protection Agency“ zufolge, sind mehr als 60.000 Chemikalien und Umweltschadstoffe im Alltagsleben verbreitet. Zusätzlich kommen noch über 10.000 Stoffe als Bestandteil in Kosmetika, Arzneimitteln, Pflanzenschutzmittel uvm.
Und jeder dieser einzelnen Stoffe kann Einfluss auf die Allergieentstehung haben.

Lassen Sie uns also gespannt sein, welche Ergebnisse die Forscher in den kommenden Jahren noch liefern werden.

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